Alles, was Sie über Aquarienfilter wissen müssen: Typen und Tipps

Alles, was Sie über Aquarienfilter wissen müssen: Typen, Filtermaterialien und Tipps

Ein guter Filter ist für ein gesundes und klares Aquarium unerlässlich. Es entfernt Abfallprodukte und sorgt für ein stabiles Ökosystem.

Doch für welchen Filtertyp und welches Filtermaterial entscheiden Sie sich? Im Folgenden besprechen wir die verschiedenen Arten von Aquarienfiltern und Filtermethoden und geben praktische Tipps, um in Ihrer Situation die beste Entscheidung zu treffen.

Arten von Aquarienfiltern

  1. Interner Filter
    Ein Innenfilter befindet sich im Aquarium und ist für kleine bis mittelgroße Aquarien geeignet. Es ist kompakt und einfach zu installieren, nimmt aber Platz im Aquarium ein. Normalerweise kombiniert es mechanische und biologische Filterung.

    Tipp: Reinigen Sie das Filtermaterial mit Aquarienwasser und nicht unter fließendem Wasser, damit die nützlichen Bakterien erhalten bleiben.

  2. Außenfilter
    Dieser Filtertyp wird außerhalb des Aquariums platziert und bietet mehr Platz für Filtermedien, sodass er für größere Aquarien geeignet ist. Er ist leistungsfähiger als ein Innenfilter und sorgt für eine bessere Wasserzirkulation.

    Tipp: Pflegen Sie Außenfilter ordnungsgemäß, indem Sie die Schläuche regelmäßig reinigen und die chemischen Filtermaterialien rechtzeitig austauschen.

  3. Biologe
    Ein Biologe ist ein sehr effektiver Filter für größere Aquarien. Es verwendet einen separaten Tank, in dem Wasser durch verschiedene Filtermaterialien fließt und so eine umfassende biologische Filterung gewährleistet.

    Tipp: Behalten Sie den Wasserstand im Biologen im Auge, um zu verhindern, dass die Pumpe trockenläuft und beschädigt wird.

Filtermethoden und Materialien erklärt

Es gibt verschiedene Filtermaterialien, die in Kombination mit einem Filter verwendet werden. Jedes Material hat eine bestimmte Funktion. Hier sind die am häufigsten verwendeten Materialien:

1. Filterwatte (mechanische Filterung)

Filterwatte, auch Filterschwamm oder Filterfüllung genannt, wird zur mechanischen Filterung verwendet. Dieses Material fängt schwebende Partikel wie Essensreste, Kot und Pflanzenreste auf. Es fungiert als erste Barriere und hält das Wasser klar.

Tipp: Tauschen Sie die Filterwatte regelmäßig aus oder spülen Sie sie aus, damit sie weiterhin funktionsfähig bleibt. Verschmutzte Watte kann den Wasserfluss blockieren. Filterwatte immer in einem mit Aquarienwasser gefüllten Eimer ausspülen.

Je nach Verschmutzung reicht oft 1 bis 2 Mal im Jahr aus, um auszuspülen. Sobald Sie sehen, dass der Durchfluss des Filters nachlässt, ist dies ein guter Indikator für die Aufrechterhaltung.

2. Aktivkohle (chemische Filterung)

Zur chemischen Filterung wird Aktivkohle verwendet. Dieses Material kann Schadstoffe wie Chlor, Medikamente und unangenehme Gerüche aus dem Wasser entfernen. Es funktioniert, indem es diese Substanzen durch einen Prozess namens Adsorption bindet.

Tipp: Aktivkohle wird mit der Zeit gesättigt. Ersetzen Sie sie daher regelmäßig, in der Regel alle 4 bis 6 Wochen, um zu verhindern, dass sie ihre Wirksamkeit verliert.

3. Torf (chemische Filtration)

Torf wird verwendet, um das Wasser zu enthärten und den pH-Wert zu senken, was besonders wichtig für Fische ist, die saures und weiches Wasser benötigen, wie zum Beispiel Diskusfische oder bestimmte Salmlerarten. Torf setzt natürliche Huminsäuren frei, die das Wasser erweichen und aufhellen.

Tipp: Verwenden Sie Torf in Kombination mit einem Filterkorb in Ihrem Außenfilter, um den Durchfluss zu verbessern und ersetzen Sie ihn, wenn er seine Wirksamkeit verliert.

4. Bioballs (biologische Filterung)

Bioballs werden zur biologischen Filterung verwendet. Diese Kunststoffkugeln haben eine große Oberfläche, die sich ideal für die Entwicklung nützlicher Bakterien eignet. Diese Bakterien helfen beim Abbau von Ammoniak und Nitrit, was die Wasserqualität verbessert und ein stabiles Ökosystem fördert.

Tipp: Bioballs müssen nicht oft ausgetauscht werden, aber spülen Sie sie bei Verschmutzung im Aquariumwasser aus, damit Sie die Bakterienkultur erhalten.

5. Keramikrohre (biologische Filterung)

Keramikröhrchen bieten außerdem eine große Oberfläche für nützliche Bakterien. Sie werden oft mit Bioballs in größeren Filtern kombiniert. Diese Rohre fördern einen konstanten Wasserfluss und schaffen eine ideale Umgebung für die biologische Filterung.

Tipp: Keramikrohre können mit der Zeit verschmutzen. Spülen Sie sie daher bei der regelmäßigen Filterwartung aus, ersetzen Sie sie jedoch selten.

6. Zeolith (chemische Filterung)

Zeolith ist ein Mineral, das für seine Fähigkeit bekannt ist, Ammoniak aus Wasser zu entfernen. Es wird häufig in Aquarien mit hoher biologischer Belastung oder bei der Neuanlage eines Aquariums eingesetzt.

Tipp: Verwenden Sie Zeolith vorübergehend, wenn der Ammoniakspiegel steigt, und ersetzen Sie ihn, wenn er seine Saugfähigkeit verliert.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Filters achten?

  1. Kapazität
    Wählen Sie einen Filter, der zur Größe Ihres Aquariums passt. Als Faustregel gilt, dass der Filter in der Lage sein sollte, das gesamte Volumen Ihres Aquariums 4 bis 5 Mal pro Stunde zu filtern.

  2. Wartung
    Damit der Filter optimal funktioniert, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Ersetzen Sie rechtzeitig chemische Filtermaterialien wie Aktivkohle und Zeolith und spülen Sie biologische Materialien sorgfältig mit Aquarienwasser aus.

  3. Klang
    Wenn sich Ihr Aquarium in einem ruhigen Raum befindet, beispielsweise einem Wohn- oder Schlafzimmer, wählen Sie einen Filter, der leise arbeitet, insbesondere bei Außenfiltern, die oft leiser sind als Innenfilter.

Kombinieren Sie Filtermethoden für beste Ergebnisse

Viele Aquarienliebhaber entscheiden sich für die Kombination mehrerer Filtermethoden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Beispielsweise kann ein Innenfilter für die mechanische Filterung sorgen, während ein Außenfilter mit Biokugeln und Keramikröhrchen für die biologische Filterung sorgt. Hierfür werden häufig Skimmer verwendet.

Bitte beachten Sie, dass Skimmer aufgrund des fallenden Wassers Lärm verursachen können.

Mit der richtigen Auswahl an Filtern und Filtermaterialien sorgen Sie dafür, dass Ihr Aquarium ein stabiles Gleichgewicht findet, in dem sich auch die Bewohner wohlfühlen und die Pflege weiterhin Freude macht.